Habari!
Herzlich willkommen auf meinem Blog :)
Ich werde hier in den nächsten Monaten alles aufschreiben und dokumentieren, was ich in meinem Freiwilligen Sozialen Jahr in Kenia so alles erleben werde. Am 14. August 2010 geht es los und ich werde hier auch schon vorher darüber berichten, was ich hier in Deutschland während meiner Organisation so erlebt habe.
Was ich dabei unterstreichen möchte ist, dass alles, was hier geschrieben wird auf meinen persönlichen Eindrücken beruht und nicht zu Verallgemeinern ist! Alle meine Wahrnehmungen sind subjektiv!!! :)
Ich hoffe diese Seite hilft euch dabei, mein Jahr etwas verfolgen zu können und ich werde mich bemühen sooft wie möglich zu berichten und Bilder hochzuladen.
Jana
Herzlich willkommen auf meinem Blog :)
Ich werde hier in den nächsten Monaten alles aufschreiben und dokumentieren, was ich in meinem Freiwilligen Sozialen Jahr in Kenia so alles erleben werde. Am 14. August 2010 geht es los und ich werde hier auch schon vorher darüber berichten, was ich hier in Deutschland während meiner Organisation so erlebt habe.
Was ich dabei unterstreichen möchte ist, dass alles, was hier geschrieben wird auf meinen persönlichen Eindrücken beruht und nicht zu Verallgemeinern ist! Alle meine Wahrnehmungen sind subjektiv!!! :)
Ich hoffe diese Seite hilft euch dabei, mein Jahr etwas verfolgen zu können und ich werde mich bemühen sooft wie möglich zu berichten und Bilder hochzuladen.
Jana
Mittwoch, 3. November 2010
Camping Wochenende in Konza
Am letzten Wochenende war ich mal wieder auf Reisen und habe ein kleines Abenteuer erlebt. Freitags gings nach nach der Teepause los und ich habe mich vom Puki Puki Paul per Motorrad abholen und in die Stadt fahren lassen. Puki Puki ist dir Uebersetzung fuer Motorradfahrer. Als Proviant bin ich natuerlich nicht an den leckeren Chapatis vorbeigekommen und habe mir noch schnell welche am Busbahnhof gekauft. Das war das erste Mal, dass der Busfahrer versucht hat, mir mehr Geld fuer die Fahrt abzuknoepfen, aber er hat ohne Diskussionen nachgegeben. Allerdings muss ich diesmal keinen Express-Bus erwischt haben, denn er hat das Matatu sehr voll beladen und hat damit sehr oft angehalten... . Um kurz nach vier war ich dann endlich in Nairobi und habe mich mit Marit und Lea getroffen, um noch etwas essen zu gehen.
Treffpunkt am Bahnhof war 18 Uhr, wir waren etwas spaet dran, aber die Zuege wuerden mit Sicherheit eh nicht puenktlich abfahren.^^
Insgesamt waren wir 18 Leute, darunter viele „alte“ Freiwillge, einige neue Freiwillige aus der Schweiz und aus Spanien und ein paar Co-Worker vom ICYE. Wir hatten Tickets fuer die dritte Klasse und der Zug war ueberraschender Weise eigentlich vom „Standart“ wie ein deutscher IC. Die Reisenden in unserem Abteil haben am Anfang etwas komisch geschaut, wow, so viele Wanzungu in einem Abteil! Irgendjemand kam dann auf die Idee waehrend der Fahrt eine Krawatte zu kaufen und am Ende hatten wir alle eine, sozusagen als Andenken. Wir haben die Leute wirklich unterhalten, haha. Nach ca. 2 Stunden Fahrt sind wir in Konza angekommen und es hiess alle Mann raus aus dem Zug! Das am Bahnhof kein Bahnsteig war, schien fuer die Kenianer normal, damit sind wir auf den Gleisen ausgestiegen. Zum Glueck kommt auf der Strecke der Zug nur zwei mal am Tag! Allerdings waren noch nicht alle draussen und der Zug fuhr auf einmal weiter! Damit mussten die restlichen Passagiere waehrend der Fahrt noch aus dem Zug springen.
Wir haben dann vor dem Bahnhof auf den Ranch-Besitzer gewartet, auf dessen Grundstueck wir die naechsten zwei Naechte zelten wuerden. Der kam dann auch recht bald, allerdings ist das Transportmittel kaputt. Damit sind wir in den naechsten Pub gegangen, haben uns ein Bier bestellt und Billard gespielt. Nach einer halben Stunde kam dann der Ersatz, ein Traktor mit Anhaenger, worauf einige Matrazen lagen.^^ Also sind wir allesamt mit unserem Gepaeck dort drauf geklettert und los ging die Fahrt in die Wildnis bzw. Pampa. Die Fahrt hat ca. Ne halbe Stunde gedauet, bis wir an einem sehr grossen Haus ankamen, dort wohnt der Besitzer Mike. Das Haus war super gemuetlich und luxurioes eingerichtet und uns wurde erst mal Tee mit Brot serviert, Abendessen gibt es danach, wurde uns mitgeteilt. Wohlbemerkt, es war schon 22 Uhr! Nach einigen Kennenlernspielen gab es endlich Abendessen und wir konnten uns auf den Weg zu unserem Camp machen. Dafuer ging es wieder ab auf den Traktor und fuer weitere dreissig Minuten durch die Pampa. Als wir dort ankamen war es 2 Uhr in der Frueh und wir waren alle ziemlich erledigt. Das Camp war von Dornenbueschen umgeben, die die wilden Tiere abhalten sollten. Wir haben uns unser Bettenlager unter freiem Himmel schnell abfgebaut und sind dann auch gleich schlafen gegangen. Mike hat die ganze Nacht mit einem Gewehr Wache am Lagerfeuer gehalten.
Am Samstag Morgen wurde ich puenktlich zum Sonnenaufgang um kurz vor 6 wach und habe erst mal einige Bilder gemacht, bevor ich wieder schlafen gegangen bin. Gegen 9 gab es dann Fruehstueck und was fuer eins! Brot mit echt guter Marmelade, Tee, Kaffee, Kakao und Bohnen. Allerdings haette ich die frischen Tomaten nicht essen sollen, aufgrund der Gefahr vor den Bakterien. Ich hatte aber Lust darauf und habe es am Abend bereut, denn mein Magen fand die nicht so toll...
Danach wollten wir uns auf unsere erste Safari machen, denn wie uns erklaert wurde, leben 75% aller Tiere in Kenia auf Ranchen und der Rest in den National Parks. Der Motor wollte nicht anspringen, also musste erst mal ein Ersatzteil geholt werden.
In der Zeit sind wir zu einem Tank gelaufen, wo man angeblich baden gehen koennte, aber das Wasser sah nicht so einladend aus und wir haben alle dankend verzichtet. Mit dem Baden muss man hier extrem aufpassen, denn die Gefahr auf Wuermer ist sehr sehr hoch. Man sollte nur in sauberen Poolanlagen und im Meer baden gehen. Auf dem Weg zurueck zum Camp wurde uns unser Mittagessen praesentiert – eine Gazelle! Die wurde am Morgen von einer Hyaehne verletzt und wir wuerden sie nun essen, da war ich echt mal gespannt. Probieren wuerde ich auf jeden Fall!
Dann ging es endlich los und wir sind quer durch die riesige Ranch gefahren. Auf unserer Safari (was im Swahili „Reise“ bedeutet) haben wir Bueffel, Zebras, Gazellen, Antilopen, Strausse und Giraffen gesehen, es war ueberwaeltigend diese Tiere in freier Wildbahn zu sehen! Kurz vor Schluss sind wir noch einen Huegel rauf gelaufen und sind dabei an mehreren Hyaehnen-Lager vorbei gekommen. Mike ist immer mit dem Gewehr voraus gegangen, nur um sicher zu gehen... War schon ein wenig unheimlich dort rumzulaufen, wo die Tiere tatsaechlich schlafen und die Spuren noch ganz frisch sind! Oben angekommen hatten wir einen atemberaubenden Blick ueber die Ranch und die Steppe.
Auf dem Rueckweg musste natuerlich noch was passieren und wir haben ein Rad waehrend der Fahrt verloren, grossartig! Da wir die Schrauben auf dem Weg nicht finden konnten, wurden kurzerhand einige vom anderen Rad abgeschraubt und das verlorene wurde wieder angeschraubt. Ob das gut gehen wuerde...?
Naja, auf jeden Fall sind wir alle heil im Camp angekommen und das Mittagessen war schon fertig. Ich muss ehrlich gestehen, dass das Fleisch der Gazelle echt lecker geschmeckt hat, ueberhaupt nicht so intensiv, wie ich es erwartet hatte!
Am Abend am Lagerfeuer ging es mir aufgrund der Tomaten nicht gut und ich bin gleich nach dem Abendessen ins Bett gegangen. Natuerlich gab es wieder Gazelle zum Essen, das Tier ist schon ziemlich gross!
Nachts musste ich oefters aufs Klo und ich habe mich auf den Weg dort hin gemacht, denn es lag ausserhalb des Camps... der Wachmann mit der Knarre hat tief und fest geschlummert. Waehrend ich da so sass habe ich auf einmal ein Tier laut aufheulen gehoert und es klang nicht allzu weit weg... Auf dem Rueckweg bin ich nur noch zurueck ins Camp geflitzt.^^
Am naechsten Morgen hat sich herausgestellt, dass das Heulen von einer Hyaehne kam, gut dass ich das in der Nacht nicht wusste!^^
Ich wurde wieder zum Sonnenaufgang wach und diesmal habe ich sogar den Kilimandscharo sehen koennen, WOW! Der Berg sah allerdings nicht so gross aus und war oben auch abgeflacht, Bilder werden dazu hochgeladen! Angeblich waren wir nur ca. 150 km von ihm entfernt.
So gegen halb sechs gab es eine Vogelwanderung, aber ich bin im Camp geblieben, da mein Magen nicht ganz mitspielen wollte. Nach dem Fruehstueck sollten wir noch eine kurze Wanderung machen, aber stattdessen haben wir in der Sonne gelegen und gedoest.
Zum Mittagessen gab es wieder Gazelle und danach haben wir wieder alle Sachen auf den Traktor geladen. Als wir keine 100 Meter vom Camp entfernt waren, war der Reifen platt, was fuer eine Ironie! Damit sind wir mit den Matrazen wieder zurueck in den Schatten gelaufen und haben auf Ersatz gewartet. Der kam zum Glueck relativ bald und wir sind in den Laster auf die Ladeflaeche geklettert. Nach ca. 1 Stunde waren wir dann an der Mombasa Road, der Hauptverbingsstrecke zwischen Nairobi und Mombasa. Von dort aus habe ich ein Matatu zurueck nach Kitui genommen, wo ich voellig platt gegen 18 Uhr ankam.
Ich hoffe, ich kann die Bilder mit dem Blogeintrag gleich hochladen, wenn es das Internet zulaesst...
Das war mal wieder ein kleiner Einblick von meinen Reisen durch Kenia, die naechste Reise geht mit Lisa und Ronny Ende November fuer eine Woche nach Mombasa und Diani Beach. Hoffentlich schafft es Gerry fuer uns eine Mount Kenya Tour zu organisieren, die auch im Dezember stattfinden wuerde. Ich habe jetzt noch 3,5 Wochen Schule, eine Woche davon sind Abschlussexamen. Danach sind endlich Sommerferien fuer 5 Wochen, wo ich viel mit Freiwilligen, aber auch mit meinen Eltern reisen werde.
Bis dahin alles Liebe!
Jana
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