Habari!

Herzlich willkommen auf meinem Blog :)

Ich werde hier in den nächsten Monaten alles aufschreiben und dokumentieren, was ich in meinem Freiwilligen Sozialen Jahr in Kenia so alles erleben werde. Am 14. August 2010 geht es los und ich werde hier auch schon vorher darüber berichten, was ich hier in Deutschland während meiner Organisation so erlebt habe.

Was ich dabei unterstreichen möchte ist, dass alles, was hier geschrieben wird auf meinen persönlichen Eindrücken beruht und nicht zu Verallgemeinern ist! Alle meine Wahrnehmungen sind subjektiv!!! :)

Ich hoffe diese Seite hilft euch dabei, mein Jahr etwas verfolgen zu können und ich werde mich bemühen sooft wie möglich zu berichten und Bilder hochzuladen.

Jana

Freitag, 29. April 2011

Reiseberichte aus Ostafrika - Teil 5

Ruanda – das Land der 1000 Huegel

Hallo Ihr,

Hier kommt mal wieder ein Up-Date von meiner Reise. Unser letztes Ziel war Ruanda, ein sehr sehr faszinierendes Land, in das ich mich sofort verliebt habe. <3

Doch zuerst mal dazu, was fuer Probleme Resa und ich and der Grenze von Tansania nach Ruanda bekommen haben. Wir hatten bei der Einreise nach Tansania nur ein Transit Visa beantragt, da es 2 Wochen gueltig ist und wir nicht mehr Zeit brauchten. Das normale Visa waere fuer 90 Tage gewesen und haette 20 $ mehr gekostet. Um an dieses Visa zu kommen, mussten wir den Grenzleuten halt die Story auftischen, das wir nur auf der Durchreise sind und auf gar keinen Fall irgendwo Urlaub machen wuerden. Tja, leider hatten wir nicht damit gerechnet, dass man bei der Einreise auf Sansibar einen Stempel in den Pass bekommt und damit hat das Personal an der Grenze zu Ruanda halt leicht feststellen koennen, dass wir doch Urlaub gemacht haben... Korruption ist in Tansania nicht so angesagt, damit hiess es geduldig auf die Beamten einreden und einen auf dumm machen. J Nach ner viertel Stunde hatten wir sie dann soweit und mussten noch nicht mal Strafe zahlen, haha.

Nach der Grenze haben wir dann einen Shuttle direkt nach Kigali, der Hauptstadt, genommen. Wer schon mal in Neuseeland war, wird Ruanda lieben! Es heisst nicht umsonst „das Land der 1000 Huegel“, wo immer man auch hinschaut, man sieht nur gruene Huegel. J Die erste Fahrt durch das Land war damit schon mal ein Highlight. Als wir dann nach 3 Stunden in Kigali ankamen, waren wir durchaus ein wenig irritiert – sind wir immer noch in Afrika?!? Die Strassen waren wie geleckt, es wurde ueberall sauber gemacht und Blumenbeete (!) gepflegt (oft von Gefaengnisinsassen). Ausserdem fuhren durch Kigali’s Strassen hunderte von Motoraedern, allesamt ausgestattet mit einem Helm fuer den Passagier! In Nairobi wuerde es bei so vielen Motorraedern alle Sekunden krachen, hier allerdings nicht. Die Leute fahren unglaublich sicher und halten sich an Regeln, daher gibt es so gut wie keine Unfaelle. Alles schon ziemlich verrueckt!

Wir hatten im Voraus schon gehoert, dass Ruanda etwas teurer als die restlichen Ostafrikanischen Laender sein soll und das hat sich bei der Unterkunftssuche auch schnell bestaetigt – kein Doppelzimmer unter 30$... Nach langem Suchen und Rumfragen sind wir bei der Kirche gelandet.^^ Ueberraschender Weise waren alle Nonnen super nett und sehr gelassen drauf, es wurde noch nicht mal nachgefragt, ob jemand von uns mit einem anderen verheiratet ist. Die Unterkunft war direkt in der City, super sauber und hatte einen eigenen Supermarkt, wo billig Alkohol verkauft wurde, haha. Da natuerlich Kigali auch nicht von der Huegellandschaft verschont wurde, war das Fortbewegen immer etwas beschwerlich... aber wozu gibt es hunderte Motorraeder? Um von A nach B zu gelangen hiess es ab aufs Motorrad -natuerlich nie zu zweit und immer mit Helm!

Schnell haben wir festgestellt, dass in Ruanda Englisch, Franzoesisch und die eigene Landessprache (nicht Swaheli) gesprochen werden. Leider sprechen nicht alle Leute alle Sprachen, daher war das Kommunizieren auf Franzoesisch manchmal etwas beschwerrlich (die Jungs konnten beide kein Franzoesisch und bei Resa und mir ist es sehr eingerostet). Doch die Menschen sind alle super freundlich und aufgeschlossen, damit hat sich alles immer irgendwie gefuegt. Auch hier sind die Leute nicht aufdringlich und versuchen zu helfen, wenn man nachfragt. Ich habe mich in Ruanda von Anfang an sehr sehr wohl gefuehlt und beneide deren Freiwilligen. ;)

Doch nun zu dem, was mich an diesem Land auf der einen Seite fasziniert und auf der anderen Seite voellig schokiert hat. Vor ziemlich genau 16 Jahren fand in Ruanda einer der grausamsten Voelkermorde des 20. Jahrhunderts statt, bei dem innerhalb von nur 100 Tagen (!!!) rund 1 Million Tutsi regelrecht abgeschlachtet wurde. Mit dem Beginn der Kolonialschaft gehoerte Ruanda zu Deutschland. Die deutschen Maechte haben dann das Volk in 3 Gruppen eingeteilt – in die Hutu (ca. 85% der Bevoelkerung), die Tutsi (ca. 12 %) und die Kwa (ca. 3%). Die Hutu waren die Leute mit weniger als 10 Kuehen, die Tutsi die mit mehr als 10 Kuehen und die Kwa waren Normaden aus dem Norden. Der Tutsi –Minderheit wurde mehr Intelligenz zugesprochen und damit mehr Macht in allen oeffentlich Positionen gegeben. Nach dem ersten Weltkrieg fiel die deutsche Kolonie an Belgien ab. Auch die belgische Regierung hat diese Rassenunterteilung unterstuetzt. Waehrend beider Weltkriege hat die katholische Kirche die Tutsi in ihren Missionsschulen mehr gefoerdert als die Hutu und ihnen damit bessere Zukunftsperspektiven geschaffen. Nach dem zweiten Weltkrieg aenderte sich allerdings das Verstaendnis der Missionare und diese sahen sich zunehmend als Helfer und Sprachrohr der unterpriviligierten Hutu. Damit wurden nach und nach mehr Hutu der Zugang zu westlicher Bildung geboten. Demnach war nach kurzer Zeit die Hutu-Elite soweit, die Teilnahme an der Politik zu fodern und auf eine Demokratisierung zu draengen. In den 50er Jahren begannen die Belgier die Hutu in die Verwaltung Ruandas einzubinden, was Angst bei den Tutsi ausgeloest hatte, da diese Machtverlust fuerchteten. Nur wenige Monate nach dem Tod des Monarchen eskalierte die Lage und mehrere hunderte Menschen fielen den Gewaltaten zum Opfer. Dies sahen die Belgier als Anlass die Haelfte aller Tusti in der Verwaltung durch Hutu zu ersetzen. Durch diesen Wechsel in der Machtverteilung wurde eine Partei gewaehlt, die unter anderem die Unabhaengikeit Ruanda und die Abschaffung der Monarchie forderte. Im Juli 1962 wurde Ruanda unabhaengig und ein Hutu wurde Praesident, der Ruanda als Einparteienstaat errichtete. Viele Tutsi fluechteten in Nachbarlaender und starteten von dort aus mehrere Angriffe. Mit den Jahren richtete sich die staatliche Gewalt immer wieder gegen die verbliebenen Tutsi, die angeblich mit den Angreifern sympathisierten. Waehrend dieser Zeit wurden ca. 20.000 Tusti ermordet, darunter auch alle Tutsi-Politiker und ca. 30.000 flohen ins Ausland. Die Tusti wurden fuer alle innenpolitische Probleme verantwortlich gemacht. 1972 gab es eine weitere aggressive Welle gegen die Tutsi und der damalige Praesident wagte es nicht einzugreifen, da er einen Machtverlust fuerchtete. Allerdings wurden sie dann durch ihn gestoppt und er zog den Aerger der Hutu damit auf sich. Die ganze Situation hat sich in den folgenden Jahren hochgeschaukelt und ist mit dem Mord am Praesidenten eskaliert, wobei bis heute nicht klar ist, welche Seite fuer den Mord verantwortlich war. Durch die Presse wurde verbreitet, dass die Tutsi minderwaertig seien und deswegen ausgeschaltet werden sollte. Zwischen April und Juni 1994 wurden ca. 1.000.000 Tutsi auf grausamste Art umgebracht, zum Teil waren sogar Kinder daran beteiligt. Viele Fluechtige suchten Schutz in den Gemeinden, wurden aber oft von den Pastoren verraten und dann zu Tausenden in den Kirchen verbrannt oder nachts abgeschlachtet. Heute gibt es im ganzen Land verteilt Gedenkstaetten und Massengraeber. Das Museum zum Genozid in Kigali ist sehr sehr gut aufgebaut und verschafft einem einen guten Ueberblick ueber die ganzen Geschehnisse. Was allerdings echt erschreckend ist, dass einige UN-Truppen waehrend dieser Zeit in Ruanda positioniert wurden und auch ein General um dringende Hilfe gebeten hat, aber keine der groesseren Weltmaechte sich dafuer interessiert hat! Angeblich haetten 5000 Mann gereicht, um den Voelkermord aufzuhalten!!! Es ging sogar so weit, dass die Franzosen die Hutu mit Waffen versorgt haben und Soldaten waehrend dieser 100 Tage immer wieder an die Orte zurueck gekehrt sind, um die Leichen wenigsten ein bisschen human zu beerdigen, allerdings danach wieder abezogen sind, ohne auch nur einzuschreiten. Laut Berichten soll es sogar mehr Moerder als Opfer geben, was die Verurteilung sehr schwer gestaltet hat und immer noch tut (es waren am Ende nur noch 12 Richter am Leben). Damit wurden provisorisch Gerichte auf dem Land eingerichtet, wo Dorfaelteste ueber 800.000 Taeter verhoerten und verurteilten. Allerdings sind heute immer noch sehr viele Taeter frei oder schon wieder entlassen worden.

Auf dieser Webseite findet ihr auch noch einen sehr guten Bericht dazu: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,617313,00.html . Wer interessiert ist, sollte das Buch „100 Tage“ von Lukas Baerfuss lesen. Ich habe hier nur das Groebste aufgeschrieben, also mehr darueber zu lesen empfehle ich euch.

Was man von einem Land mit so einer Geschichte auf keinen Fall erwarten wuerde, ist ein so froehliches und aufgeschlossenes Volk. Wenn man von den Hintergruenden nichts weiss, wuerde einem im ersten Moment nichts Ungewoehnliches auffallen. Ich haette ertwartet, dass die Leute verschlossen sind und grossen Hass auf Wazungu haben, da diese immerhin nicht eingegriffen haben. Wie schon berichtet, wurden wir mehr als herzlich ueberall aufgenommen. Auch habe ich mich dort sehr sicher gefuehlt, sogar sicherer als in Kenia oder Tansania!

Doch nun mal zudem, was wir sonst noch so erlebt haben. An einem Nachmittag sind wir mit einem Shuttle nach Gisenyi am Kivu See gefahren. Diese kleine Stadt am See ist zugleich die Grenzstadt zum Kongo. Der See bietet ein wunderschoenes Panorama und einen atemberaubenden Blick auf die aktiven, in der Nacht rotleuchtenden Vulkane im Kongo. Auch dort haben wir wieder Unterschlupft in der Kirche gefunden. Da die Stadt schon mal an der Grenze zum Kongo liegt, wollten wir zumindest mal ins Niemandland zwischen Ruanda und dem Kongo. Dort haben wir versucht an einen Stempel aus dem Kongo zu kommen, allerdings wurde daraus nichts. Mit der Begruendung, das Visa sei uns zu teuer, sind wir also wieder abgezogen.^^ Das Visa fuer den Kongo kostet an der Grenze uebrigens 280 $ und ist damit das teuerste der Welt! Am letzten Tag haben wir uns einen Jeep gemietet und sind Richtung Sueden gefahren (in Ruanda herrscht Rechtsverkehr!). Von dort aus ging es ohne richtigen Plan nach Westen - wir sind einfach mal drauf losgefahren, um die wunderschoene Landschaft zu geniessen. Auf dem Weg dort hin haben wir in einer weiteren Gedenkstaette angehalten, wo waehrend des Genozids rund 50.000 Menschen ermordet wurden. Damals waren die rund 20 Gebaeude eine Schule und dienten als Zufluchtsort, bis die Tusti verraten wurden. Heute kann man durch die Raeume gehen, wo das Verbrechen stattfand und ohne Vorwarnung liegen in jedem Raum hunderte von praeparierten Leichen! Der Geruch war auch heute noch ziemlich beissend und im ersten Moment waren wir nur noch schokiert – das Ganze ist nichts fuer schwache Nerven! Da wir dummerweise die Entfernungen und die Zustaende der Strassen um einiges unterschaetzt haben, sind wir die halbe Nacht ueber Schotterstrassen (zum Glueck hatten wir nen Jeep!) durch die Gegend geirrt, wo noch nicht mal die Hauptstadt oder irgendeine andere Stadt ausgeschildert wurde. Damit sind wir morgens um 4 Uhr wieder in Kigali angekommen und unser Bus nach Kampala (Uganda) ging um halb sechs, haha.

Voellig platt sind wir gut durchgeschuettelt nach 9 Stunden in Kampala, der Haupstadt von Uganda, angekommen.

Puhh, jetzt bekomme ich langsam einen Krampf in den Fingern, weiter gehen wird es also beim naechsten Mal!

Tschuessi! :D

Dienstag, 19. April 2011

Reiseberichte aus Ostafrika - Teil 4

Sansibar und eine nicht enden wollende Reise von Dar-es Salam zur ruandischen Grenze Hallo Leute, hier kommt mal wieder ein Up-Date. Nachdem Dar so was von oede und haesslich war, haben Resa und ich uns entschlossen, so schnell wie moeglich nach Sansibar ueber zu setzen. Die Faehre dauerte ca. 3 Stunden und wir waren richtig ueberrascht, dass dort nur 2 andere Weisse auf der Faehre zu sehen waren. Dort angekommen mussten wir uns erst mal registrieren und unseren Impfausweis wegen der Gelbfieberimpfung vorlegen. Stone Town erinnert einen an eine suedlaendische Stadt mit sehr vielen kleinen Gassen. Die Gassen sind ueberfuellt mit vielen kleinen Geschaeften die nur danach schreien, leer gekauft zu werden. Da wir unserer Berufung als Frau nur folgen wollten, waren wir am ersten Tag noch ausgibig shoppen und danach so ziemlich pleite ;) aber es hat sich gelohnt! Abends sind wir zufaellig am Hafen an dem beruehmten Fressmarkt vorbeigekommen, wo Einheimische ihre Staende bei Sonnenuntergang aufstellen und super leckeres Essen verkaufen. Es gab so ziemlich jeden Fisch - von Hummer ueber Dorade und Tuna bis zum Hai war alles vertreten. Zusaetzlich werden noch Sansibar-Pizzen, Doener, Zuckerrohrsaft und viele andere Leckereien fuer wenig Geld verkauft. Shoen war auch, dass dort auch sehr viele Einheimische selber essen. Zwei Tage spaeter kamen dann Thomas und Phillip aus Nairobi angereist und mit denen sind wir zusammen in den Norden an den Nungwi Beach gefahren. In alle Richtungen auf der Insel kann man maximal eine Stunde fahren, alles also sehr uebersichtlich. Direkt am Strand hatten wir dann kleine nette zweier Huetten und bis zum Wasser waren es keine 100 m. Unser Hotel hat uns abends immer frischen Fisch serviert, wir hatten am Abend zuvor immer die Wahl zwischen Tuna, Calamari, Dorade und Kingfish. Tagsueber lagen wir meistens am Strand und haben gelesen. Aber bei so einem tollen Meer direkt vor der Nase bietet sich schnorcheln natuerlich an. Wir haben alle zusammen (es kamen noch weitere Freiwillge aus Kenia dazu, unter anderem auch Lisa und Ronny) eine Sunset-Tour gemacht, die echt sehr schoen war. Unser Boot, hier Dhow genannt, war ein kleines Holzboot mit "Terasse" das uns an der Kueste zu einem Schnorchelspot gesegelt hat. Am naechsten Tag wollten einige von uns Wakeboarden ausprobieren - Snowboarden nur auf dem Wasser. Yannic war unser Profi in dieser Hinsicht und hat uns versucht zu zeigen, wie das ganze funktionieren soll. Am Ende habe ich ein paar mal fast gestanden und kann sehr stolz auf mich sein. :) Es sieht super einfach aus, ist es aber nicht! Abends gab es immer irgendwo Beachparties mit vielen Weissen, aber die Location am Strand mit Lagerfeuer war schon klasse. Am 12. ging es wieder zurueck nach Stone Town, von wo wir aus eine Spice Tour wieder in Richtung Norden unternommen haben. Sansibar ist bekannt fuer seine Gewuerzvielfalt und bietet Touren zu den Farmen an. Dort werden einem die Pflanzen gezeigt und man darf an allem mal schnuppern. Mittags gab es noch ein super leckeres Essen mit den Gewuerzen, die wir auf dem Weg gesehen haben. Zwischendurch durften wir auch immer mal wider Fruechte probieren und uns wurden ein paar Kokusnuesse von der Palme geholt. Dabei wird sich eine Art Schnurr um die Fuesse gewickelt, um besseren Halt zu haben. Ausserdem muss dabei gesungen werden, da es sonst Unglueck bringt. Leider ging bei uns eine Art Magen-Darm-Krippe um und jeder hat sich mal schlecht gefuehlt, 2 von uns hatten sogar Thyphus.... Mir ging es am Tag der Rueckreise ziemlich beschissen und die Nachtfaehre hat mein Uebelkeitsgefuehl nicht gerade verbessert. Gegen 6 Uhr morgens kamen wir dann wieder in Dar an und wollten eigentlich noch weiter nach Dodoma, der Haupstadt Tansanias. Zum Glueck haben wir die Reise um einen Tag verschoben und ich konnte im Bett bleiben. Am naechsten Morgen ging es noch vor Sonnenaufgang nach Mwanza, einer kleinen Stadt am Viktoriasee (ab diesem Zeitpunkt sind wir nur noch zu viert, Resa Phillip Thomas und ich). Gegen 10 Uhr abends sind wir endlich angekommen und haben als einzige im Bus uebernachtet, da es am naechsten Morgen noch weiter ging. Die Tansanier waren in Hotels und wir Weissen haben im Bus uebernachtet, weil wir keine Kohle mehr hatten.^^ Schlafen konnten wir eh nicht lange, daher war es auch nicht so schlimm. Kurz vor der Abfahrt haben wir durch Zufall erfahren, dass unser Bus nach Dar zurueck faehrt und nicht wie geplant bis nach Bukoba faehrt, na toll! Damit mussten wir 3 Stunden auf den naechsten Bus warten.... Unser naechsten Reiseziel war Kigali, die Haupstadt von Ruanda. Wir hielten es fuer schlau frueher aus dem Bus auszusteigen, damit wir nicht bis zur Grenze von Uganda fahren mussten und dann die Haelfte wieder zurueck fahren mussten. Leider sprechen kaum Leute in dieser Gegend Englisch und wir wurden in irgendeinem kleinen Dorf in der Pampa rausgelassen... Was nu?!? Sich durchfragen gestaltete sich als sehr schwierig, aber wir haben irgendwie einen Bus gefunden, der uns ein Stueck naeher an unser Ziel bringen sollte. Die 2 stuendige Fahrt ging durch den Busch, wo absolut kein einziges Dorf zu sehen war, aber wir sind angekommen! Von dort aus ging es mit dem Auto fuer eine Stunde in ein anderes Dorf, von wo aus wir einen Shuttle zur Grenze nehmen wollten. Das Dorf bestand aus vielleicht 5 Huetten und es konnte keiner Englisch. Dann hat uns aber zum Glueck ein Lehrer angesporchen der doch gut Englisch konnte und auch zur Grenze wollte. Er hat uns dann ein Privatauto organisiert, mit dem wir alle mitfahren konnten. Nach 2 Stunden kamen wir dann endlich in dem Grenzdorf an, juhuuu! Die Fahrt dorthin war wunderschoen, alles sehr sehr gruen und voller kleiner und grosser Huegel. Das Dorf lag dann auch in den Bergen und wirkte ein wenig wie ein verstecktes "Drogendorf", so abgelegen mit einer interessanten Atmosphaere. Dort mussten wir dann noch mal uebernachten, da die Grenze bereits um 6 Uht schliesst. Am naechsten Morgen konnten wir dann ueber einen Wasserfall die Grenze ueberqueren! :D Was dann geschah, kommt beim naechsten Mal! Was zu Tansania gesagt werden kann ist, dass es doch sehr sehr unterschiedlich zu Kenia ist. Man merkt, dass das Land noch mal eine gewaltige Stufe aermer ist, da nur sehr wenige Leute gut Englisch sprechen. In Kenia haetten wir nie das Problem gehabt, aus einem abgeschiedenen Dorf in eine groessere Stadt zu kommen, hier kann da zum Verhaengnis werden! Die Leute allerdings sind um einiges lockerer und netter drauf als in Kenia. Man wird kaum angesprochen, da die Leute wissen, dass sie mit einem nicht reden koennen. Die Strassen sind viel besser und es passieren weniger Unfaelle, ausserdem gibt es ein Nachtfahrverbot fuer Busse und LKWs! Allgemein wirken die Leute nicht so aufdringlich und man kann seinen Urlaub besser geniessen. Auch gibt es kaum Korruption, was in Kenia gang und gebe ist. Was auch noch aufgefallen ist, ist dass es in Dar nicht so einfach ist zu verhandeln, dort wird sich mehr an den Preis geklammert. Wir sind nun endlich in Kigali angekommen und werde hier fuer ca. 1 Woche bleiben, aber dazu komme ich das naechste mal! Alles Liebe eure Jana

Mittwoch, 6. April 2011

Reiseberichte aus Ostafrika - Teil 3

Unsere Reise von Mombasa nach Dar-es Salam: Letzen Freitag ging unsere Reise endlich los und wir sind mit dem Nachtzug von Nairobi nach Mombasa gefahren. Teresa und ich hatten Tickets fuer die zweite Klasse gekauft und waren echt gespannt, was das so mit sich bringen wuerde. Die Schlafabteile haben vier Betten und ein kleines Waschbecken, nicht schlecht fuer 20 Euro! Zum Glueck waren wir nur zu zweit und konnten uns richtig ausbreiten. Der Zug fuhr abends um 7 Uhr los und sollte so gegen 10 Uhr am naechsten Morgen in Mombasa ankommen. Ueber 15 Stunden fuer 500 km!!! Leider konnte ich so gar nicht schlafen und habe die ganze Nacht wach gelegen, Teresa hat gepennt wie ein Stein! Morgens sind wir um 6 Uhr aufgestanden, um noch den Sonnenaufgang zu sehen, wunderschoen. Danach gabs noch Fruehstueck inklusive, Eier Toast Tee und Obstsalat, nicht schlecht. Wie nicht anders zu erwarten, ging natuerlich doch noch was schief - ein umgekippter Gueterzug vor uns zwang uns dazu, die letzten 30 km mit dem Taxi nach Mombasa zu fahren. Mombasa war mal wieder sehr sehr heiss und die hohe Luftfeuchtigkeit tut ihr uebriges. Morgens kalt duschen und beim Anziehen ist man schon wieder durchgeschwitzt... In Mombasa waren wir erst mal richtig gut shoppen und haben per Buscourier ein kleines Paeckchen nach Kitui geschickt, damit wir nicht so viel mit uns rumschleppen mussten. Um auch noch etwas kulturelles zu sehen, waren wir in "Fort Jesus", einer alten Burgruine am Wasser. Anschliessend waren wir noch in einem Tempel und ein netter aelterer Mann hat uns freundlicher Weise erklaert, dass es sich beim Hakenkreuz mit den Punkten um das Gotteszeichen der Hindus handelt.^^ Wir waren am Anfang doch leicht irritiert... Vorgestern (Montag) sind wir mit dem ersten Bus morgens kurz nach Sonnenaufgang nach Dar-es Salam gefahren, da wir von dort aus nach Sansibar kommen. Bis die Offizieren an der Grenze erstmal verstanden hat, warum wir nur ein Durchreise Visa wollen und kein normales, verging natuerlich auch wieder ne Weile. Apropo Visa, ich bin seit einer Woche offiziell ein Resident von Kenia, juhuuu! Nach der Grenze waren die Strassen erstmal unbefestigt und es ging nur langsam voran. Nach 10 stuendiger Fahrt waren wir dann endlich in der oekonomischen Hauptstadt von Tansania. :) Eigentlich wollten wir hier 3 Tage verbringen, aber wir haben uns schon nach dem ersten gelangweilt, daher fahren wir jetzt gleich mit der Faehre nach Sansibar. Leider wird es dort nicht mehr so billig sein und wir werden keine Unterkunft fuer 3 Euro mehr finden. Dort wird es dann wohl heissen sich aus dem Supermakrt zu ernaehren und auf jeden Schilling zu achten. ;) Bilder sind auch schon hochgeladen, bald kommen mehr. Bis dahin alles Liebe eure Jana

Sonntag, 3. April 2011

Reiseberichte aus Ostafrika - Teil 2

Da bin ich wieder! Die folgenden Videos sind aus Mombasa, um genauer zu sein aus einem Tierpark. paarende Schildkroeten, haha fressende Hippos - Cleo und Owen :D der Affe mit den Blauen Eiern, haha :) die Krokodile wurden zwar fuer die Touris gefuettert - egal!

Reiseberichte aus Ostafrika - Teil 1

Hallo ihr, ab sofort bin ich wieder auf Reisen, diesmal nach Mombasa, weiter nach Dar-es Salam und Sansibar in Tansania, anschliessend nach Kigali in Ruanda und dort zum Genozid Denkmal und zum Schluss fuer eine Wildwasserfahrt auf dem Nil nach Uganda. Um nicht nur wieder Eintraege zu schreiben, werden ich euch ein paar Videobotschatften schicken und dort auch ein wenig erzaehlen. :) kurz vor der Abfahrt mit dem Nachtzug nach Mombasa morgens um 6 - puenktlich zum Sonnenaufgang! auf den letzten Kilometern stehen hunderte Kids an den Gleisen und warten darauf, dass die Leute was fuer sie rausschmeissen